„Mit wem bin ich in der Gruppe?“ – kaum eine Frage sorgt im Unterricht für so viel Aufregung. Die passende Methode hängt davon ab, ob es schnell gehen soll, ob die Gruppen gemischt sein sollen oder ob Interessen zählen.
Zufällige Methoden
1. Abzählen
Alle zählen der Reihe nach bis zur Zahl der Gruppen. Schnell und ohne Material – aber Freundinnen und Freunde setzen sich schnell so, dass sie dieselbe Zahl bekommen.
2. Karten, Puzzleteile oder Symbole ziehen
Jede Person zieht eine Karte; gleiche Farben, Symbole oder passende Puzzleteile bilden eine Gruppe. Das macht Spaß und lässt sich nicht so leicht beeinflussen.
3. Nach einem Merkmal aufstellen
Alle stellen sich nach Geburtstag, Vornamen oder Schuhgröße in eine Reihe, dann wird abgeteilt. Nebenbei lernt man sich besser kennen.
4. Zufall per App
Am schnellsten geht es mit einer App: Gruppengröße wählen, antippen, fertig. Gute Apps lassen dabei Abwesende weg und beachten Regeln, wer nicht zusammen sein soll.
Gezielte Methoden
5. Nach Interessen oder Themen
Jede und jeder wählt ein Thema oder eine Aufgabe. Das steigert die Motivation, kann aber zu sehr ungleichen Gruppen führen – lege deshalb eine Höchstzahl pro Thema fest.
6. Leistungsgemischt
Du stellst die Gruppen bewusst so zusammen, dass Stärkere und Schwächere zusammenarbeiten. Das braucht etwas Vorbereitung, hilft aber beim gegenseitigen Erklären.
7. Selbst wählen lassen
Beliebt, aber mit Risiko: Manche bleiben übrig. Wenn du diese Methode nutzt, dann eher bei Paararbeit und mit der Regel, dass niemand ausgeschlossen wird.
8. Feste Stammgruppen
Für längere Projekte oder einen Zeitraum von einigen Wochen. Die Gruppen kennen sich, die Arbeit wird eingespielter – wechsle aber regelmäßig, damit sich keine festen Lager bilden.
Wie groß sollten Gruppen sein?
Drei bis vier Personen sind für die meisten Aufgaben ideal: Alle kommen zu Wort, und niemand kann sich verstecken. Ab fünf Personen arbeiten oft nicht mehr alle mit. Wenn die Zahl nicht aufgeht, sind lieber ein paar Gruppen eine Person größer als eine Gruppe deutlich kleiner.
Tipps für weniger Ärger
- Erkläre vorher, wie eingeteilt wird – dann gibt es weniger Diskussionen.
- Plane ein, wer heute fehlt, bevor du einteilst.
- Trenne bekannte Konfliktpaare unauffällig.
- Verteile Rollen in der Gruppe: Zeitwächter, Schreiberin, Sprecher.
- Mische immer wieder neu, damit alle mit allen zusammenarbeiten.